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Starkregen - welche Schäden deckt die Elementarversicherung?

In Deutschland gehört Starkregen zu den häufigsten Naturkatastrophen. Jedes Jahr kommt es mittlerweile zu diesem Wetterphänomen, das in den meisten Fällen regional auftritt und dennoch im Extremfall Schäden in Milliardenhöhe auslösen kann. Bestes Beispiel dafür ist die Flutkatastrophe aus dem Sommer 2021. Durch Starkregen kam es zu Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, insgesamt lag die Schadensumme an Gebäuden, Betrieben und Hausrat bei etwa neun Milliarden €.


Was ist Starkregen?

Starkregen tritt häufig im Sommer oder bei Gewitter auf. Dabei ist die Regenmenge ausschlaggebend für die Definition von Starkregen:

  • 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter pro Stunde oder
  • 20 bis 35 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden

Bei Starkregen treten zwei Phänomene auf: Einerseits kann die Regenmenge nicht versickern oder durch das Kanalsystem aufgenommen werden. Andererseits besteht die Gefahr, dass Fließgewässer durch die starke Regenmenge über die Ufer treten. Dann wird aus einem vermeintlich harmlosen Bachlauf ein reißendes Gewässer, das sich je nach Regenmenge seinen Weg durch bebaute Gebiete sucht.


Schäden durch Starkregen sind durch die Elementarversicherung gedeckt

Kommt es durch Starkregen zu Gebäudeschäden, reicht die Gebäudeversicherung nicht aus. Hierfür ist die Elementarversicherung notwendig, damit Schäden am Gebäude abgesichert sind.

In Deutschland ist die Elementarversicherung und damit die Absicherung gegen Starkregen nicht sehr weit verbreitet. Etwa jedes zweite Gebäude ist nicht versichert. Das ist je nach Bundesland unterschiedlich: Während in Baden-Württemberg 94 Prozent aller Wohngebäude über eine Elementarversicherung verfügen, sind es in Bremen lediglich 28 Prozent.

Unterschiedliche Gefährdung durch Starkregen

Nicht alle Wohngebäude in Deutschland sind gleichermaßen dem Risiko von Starkregen unterlegen. Es gibt drei unterschiedliche Starkregengefährdungsklassen (SGK), die sich wie folgt gestalten:

  • SGK 1: Gebäude befindet sich auf einer Kuppe oder in oberer Hanglage >geringe Gefährdung (22,5 % = etwa 5 Mio. Wohngebäude)
  • SGK 2: Gebäude in der Ebene oder im unteren bzw. mittleren Bereich eines Hanges >mittlere Gefährdung (65,7 % = etwa 14,5 Mio. Wohngebäude)
  • SGK 3: Gebäude in Tallage oder in der Nähe eines Fließgewässers >starke Gefährdung (11,8 % = etwa 2,6 Mio. Wohngebäude)

Versiegelung von Städten - ein großes Problem bei Starkregen

Vor allem Städte und Gemeinden in den Starkregengefährdungsklassen 2 und 3 kämpfen mit einem zusätzlichen Problem, nämlich der Versiegelung von Flächen. Die Folge: Je mehr Starkregen fällt, desto weniger können unversiegelte natürliche Flächen die Wassermengen aufnehmen. Stattdessen sammelt sich das Regenwasser auf Straßen oder anderen Plätzen, die Kanalisation kann diese Wassermengen nicht bewältigen, da diese nicht dafür ausgelegt ist.

Das waren die extremsten Starkregenereignisse in der Vergangenheit:

  • 2014 Münster: 292 Liter/m² in 7 Stunden
  • 2002 Zinnwald: 312 Liter/m² in 24 Stunden
  • 2017 Berlin: 200 Liter/m² in 24 Stunden

Zum Vergleich: Die Jahresdurchschnittsmenge an Regen beträgt deutschlandweit 789 Liter/m².

Daneben führt ein hoher Versiegelungsgrad auch zu einer Erwärmung, da Asphalt und Beton das Regenwasser absorbieren. Dadurch trocknen andere Grünflächen schneller aus und können wiederum Regenwasser schlechter aufnehmen. Diese Städte in Deutschland haben den höchsten Versiegelungsgrad:

  1. Ludwigshafen am Rhein: 66,81 %
  2. Mannheim: 66,39 %
  3. Rüsselsheim: 64,68 %
  4. Speyer: 63,15 %
  5. Dillingen: 62,62 %
  6. Waren: 61,86 %
  7. Heilbronn: 60,52 %
  8. Bad Kreuznach: 60,29 %
  9. Hanau: 60,28 %
  10. Ingolstadt: 60,06 %
Icon Glühbirne

Welche Versicherung leistet bei Schäden durch Starkregen?

So gut wie alle Hauseigentümer verfügen über eine Gebäudeversicherung. Allerdings leistet diese nur bei Gefahren durch Feuer, Sturm oder Leitungswasser. Für Risiken wie Überschwemmung oder Starkregen ist die Elementarversicherung zwingend erforderlich. Dieser Zusatzschutz ist immer an die Gebäudeversicherung gekoppelt.

Neben Schäden durch Starkregen oder Überschwemmung leistet die Elementarversicherung auch für Rückstau, Erdbeben, Schneedruck, Lawinen und Erdrutsch. Damit sind Schäden versichert, wenn durch Starkregen Erdmassen auf Hängen ins Rutschen geraten und dadurch zu Gebäudeschäden führen.

Welche Schäden können bei starken Regenfällen auftreten?

Sie können sich gegen eine Vielzahl Unwetterereignisse absichern – dabei ist aber der richtige Versicherungsschutz ausschlaggebend.

  • Durch einen Rückstau dringt das Regenwasser in Ihr Ableitungssystem ein und tritt über das Waschbecken, das WC oder die Duschwanne aus. Daher müssen Sie darauf achten, dass in Ihrer Elementarversicherung Rückstau mitversichert ist.
  • Bedingt durch versiegelte Fläche sammelt sich das Regenwasser auf Ihrem Grundstück und läuft über den Kellerabgang, die Terrassentür oder die Haustür hinein. Hier handelt es sich um eine klassische Überschwemmung.

Zusatzbaustein zur Elementarversicherung - Starkregen Plus

Häufig auftretende Schäden machen neue Lösungen im Bereich der Elementarversicherung notwendig.

Schäden durch Starkregen gelten als versichert, wenn das Grundstück überschwemmt ist. Ist das nicht der Fall, besteht kein Versicherungsschutz, sofern Regenwasser lediglich punktuell in Ihr Gebäude eindringt.

Immer mehr Versicherer bieten einen Zusatzbaustein gegen Starkregen zur Elementarversicherung an. Sie erhalten dann eine Entschädigung über Ihre Elementarversicherung auch in den folgenden Fällen:


Icon Starkregen Terrassenzugang

Ihr Grundstück ist abschüssig und dadurch sammelt sich Regenwasser vor dem Terrassenzugang an.


Icon Starkregen Garage

Ihre Garage hat eine abschüssige Zufahrt und darüber gelangen größere Niederschlagsmengen ins Innere der Garage.


Icon Starkregen Lichtschacht

Rund um Ihr Haus sind Lichtschächte für den Keller vorhanden. Die Drainage kann den Starkregen nicht mehr aufnehmen und Wasser dringt über die Fenster ins Gebäude ein.


Icon Starkregen Kellerzugang

Im außen liegenden Kellerzugang steigt das Wasser durch Starkregen auf mehre Zentimeter an und sickert nach und nach unter der Tür ins Gebäude.


Icon Starkregen Dachterrasse

Auf Ihrer Dachterrasse sammelt sich Regenwasser durch Starkregen an. Ihr Abfluss kann die Regenmenge nicht mehr bewältigen und das Wasser dringt über die Terrassentür in das Obergeschoss ein.

In allen Fällen handelt es sich nicht um eine Überschwemmung. Hier greift allein der Baustein Starkregen Plus. Schützern Sie Ihr Wohneigentum vollumfänglich gegen dieses Risiko. Wir helfen Ihnen gerne weiter!


Die größten Schäden durch Starkregen

2021
Die Ereignisse im Sommer 2021 haben wieder einmal gezeigt, welche Kraft die Natur hat und wie hilflos wir ihr ausgesetzt sind. Allein Ende Juni kam es durch Starkregen und Hagel zu Versicherungsschäden in Höhe von 1,7 Milliarden €. Unvergessen die Bilder dann aus Juli 2021, als Starkregen vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz zu großen Flutkatastrophen führte. Die Schäden der Überschwemmungen belaufen sich auf 8,75 Milliarden €. Damit handelt es sich um die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland.

2019
1,8 Milliarden € Versicherungsschäden durch Sturm und Hagel, 300 Millionen €. durch Starkregen und Hochwasser: Das Wetter zeigte sich auch 2019 wieder wechselhaft und nicht unbedingt von seiner besten Seite. Besonders stark betroffen von den Naturgefahren waren die Bundesländer Bayern und NRW. Dafür verantwortlich zeigten sich vor allem Tief „Jörn“ sowie die Stürme „Dragi“ und „Eberhard“.

2018
Das Wetter schlug auch 2018 von einem Extrem ins Nächste um: Hitzeperioden wechselten sich mit starken Stürmen und hohen Niederschlagsmengen ab. Allein Starkregen und Hochwasser verursachten 2018 Schäden in Höhe von 500 Millionen €. Und hierbei handelt es sich nur um Schäden, die der Versicherung gemeldet wurden. Da viele Haushalte nicht gegen die Gefahren Starkregen und Hochwasser versichert sind, ist die tatsächliche Schadenhöhe unbekannt.

Welche Regionen waren am häufigsten durch Starkregen betroffen?

Der Gesamtverband der Versicherer hat die Schäden durch Starkregen der Jahre 2002 bis 2021 erfasst und ausgewertet. Danach kam es in diesen Regionen deutschlandweit am häufigsten zu Starkregenschäden:

Kreis/StadtSchäden je 1.000 GebäudeDurchschnittliche Schadenhöhe in €
Euskirchen59045.651
Münster32410.455
Eifelkreis Bitburg-Prüm30138.121
Köln29611.303
Ahrweiler29361.046
Leverkusen28717.596
Hagen26417.944
Rhein-Erft-Kreis25215.320
Rheinisch-Bergscher-Kreis24321.018
Rhein-Sieg-Kreis23728.407
Quelle: GDV

Obwohl Nordrhein-Westfalen seit 2001 am häufigsten durch Starkregen betroffen war, verfügen nur 56 % aller Hauseigentümer über eine Elementarversicherung.

Welche Kosten übernimmt die Elementarversicherung bei starken Regenfällen?

Mit Ihrer Gebäudeversicherung und der zusätzlichen Absicherung durch die Elementarversicherung sind Schäden durch Starkregen abgedeckt. Damit erfolgt die Kostenübernahme für die folgenden Punkte:

  • Reparaturen am Haus sowie den Nebengebäuden
  • Trockenlegung und Sanierung
  • Kosten für eine Unterkunft, sofern Ihr Haus unbewohnbar ist
  • Ersatz für Mieteinahmen, sofern Ihre Mieter anderweitig unterkommen müssen
  • Bei Totalverlust: Planung und Neubau des Hauses

Wie verhalten Sie sich bei starken Regenfällen?

Wenn das Wasser durch die anhaltenden Regenfälle in den Keller oder das Erdgeschoss eindringt, müssen Sie Maßnahmen ergreifen, um das Schadenausmaß möglichst gering zu halten.

Wichtig: Begeben Sie sich nicht in Gefahr! Kommt es durch den Überlauf von Fließgewässern zur Überschwemmung in Ihrem Keller, verlassen Sie das Haus. Im Keller besteht die Gefahr, dass Sie ertrinken können. Daneben könnte Ihr Haus, sofern ausufernde Gewässer daran sintflutartig vorbeiströmen, einsturzgefährdet sein.

Ist das Schadenausmaß noch zu überblicken, können Sie die folgenden Schritte einleiten:

  • Strom abstellen und den Hauptwasserhahn schließen
  • Möbel, Teppiche oder Haushaltsgeräte hochstellen oder in höher gelegene Geschosse bringen
  • bereits beschädigte Gegenstände fotografieren - aber noch nicht entsorgen
  • Wasser abpumpen, sobald der Grundwasserspiegel gesunken ist
  • je nach Wasserpegel die Feuerwehr zur Hilfe rufen
  • Schlamm- und Schmutzablagerungen entfernen
  • Elektrogeräte vom Fachmann prüfen lassen, sofern diese der Feuchtigkeit oder Nässe ausgesetzt waren

Noch mehr hilfreiche Tipps finden Sie auch in unserem Ratgeber zum Thema "Keller unter Wasser".

Wie melden Sie Ihrer Versicherung einen Überschwemmungsschaden?

Im Schadenfall kommen zwei Versicherungen zum Zuge:

  • Die Gebäudeversicherung kümmert sich um die Schäden an der Bausubstanz Ihres Hauses
  • Die Hausratversicherung ersetzt die Schäden am Inventar Ihres Haushalts

Damit Ihre Gebäudeversicherung und Ihre Hausratversicherung zügig in die Schadenbearbeitung einsteigen können, müssen Sie wie folgt vorgehen:

  1. Melden Sie den Schaden bei Ihrer Versicherung und klären Sie ab, welche Schritte weiter erforderlich sind. Das können Sie entweder über die Schadenmeldung in unserem Servicebereich erledigen oder Sie kontaktieren je nach Dringlichkeit direkt Ihren Versicherer.
  2. Dokumentieren Sie alle Schäden an der Bausubstanz und an betroffenen Hausratgegenständen.
  3. Fertigen Sie eine Liste beschädigter Gegenstände mit dem Wiederbeschaffungswert an. Sofern noch Anschaffungsbelege vorhanden sind, fügen Sie diese bei. Das ist für Ihre Hausratversicherung wichtig.
  4. Kontaktieren Sie die benötigten Handwerker und lassen Sie Kostenvoranschläge für Reparatur oder Sanierung erstellen.
  5. Lagern Sie die beschädigten Sachen, bis ein Gutachter vor Ort war oder Sie die Freigabe zur Entsorgung durch Ihre Hausratversicherung bekommen haben.

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