Elementarversicherung
  • Schutz bei Überschwemmung/Hochwasser
  • Kostenerstattung Sanierung und Reparatur
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Elementarversicherung für Gebäude und Hausrat

Die Elementarversicherung ist ein fast unverzichtbarer Baustein für alle Gebäudeeigentümer, aber auch für Mieter in Deutschland. Die Schadenereignisse durch Naturschäden und Naturkatastrophen nehmen stetig zu. Der durchschnittliche Elementarschaden lag 2007 noch bei 2.500 Euro, im Jahr 2018 ist er allein bei Wohngebäuden auf 5.035 Euro gestiegen.

Sichern Sie Ihr Eigenheim und Ihren Hausrat gegen Elementarschäden ab:

  • wichtiger Schutz bei Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser
  • Zusatzbaustein für die Gebäude- und Hausratversicherung
  • Sanierung und Wiederaufbau von Gebäuden
  • Reparatur und Wiederbeschaffung zerstörter Gegenstände

Was ist eine Elementarversicherung?

Mit einer normalen Gebäudeversicherung oder Hausratversicherung sind Sie gegen die drei bzw. vier Grundgefahren: Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und Einbruchdiebstahl (Hausrat) geschützt. Leider hat sich unser Klima verändert. Die Zahl der Naturkatastrophen und Unwetterschäden nimmt dramatisch zu. Durch Starkregen werden Straßen innerhalb von Minuten zu reißenden Flüssen. Das Wasser bahnt sich seinen Weg und dringt in Keller und Wohnungen ein. Aber auch Schäden durch Schneedruck oder Lawinen nehmen zu.

Durch diese Elementargewalten entstehen immer höhere Schäden. Die Gebäudeversicherung und die Hausratversicherung ersetzen diese Art von Schaden nicht. Sie benötigen für den finanziellen Ausgleich den Einschluss einer Elementarversicherung.

Unsere Übersicht zeigt Ihnen, welche Gefahren mit und ohne Elementarversicherung abgedeckt sind:

ohne Elementarversicherungmit Elementarversicherung
Feuer und BlitzschlagIcon jaIcon ja
LeitungswasserIcon jaIcon ja
Sturm und HagelIcon jaIcon ja
Starkregen, Überschwemmung, HochwasserIcon xIcon ja
Erdrutsch, ErdsenkungIcon xIcon ja
Schneedruck, LawinenIcon xIcon ja
Erdbeben, VulkanausbruchIcon xIcon ja

Was übernimmt die Elementarversicherung?

Die Elementarversicherung ersetzt Ihnen einen finanziellen Schaden, der durch die oben genannten versicherten Gefahren entstanden ist. Stellen Sie sich vor, ein heftiges Sommergewitter hinterlässt über 100 Liter Regen in nur einer Stunde. Die Straße vor Ihrer Haustür ist zu einem Fluss geworden und die dreckige, braune Brühe stürzt in den Keller und die Wohnungen im Erdgeschoss. Nach dem Abklingen der Regenflut bleiben zerstörte Waschmaschinen, Trockner und Möbel zurück. Das Mauerwerk hat sich mit Wasser vollgesogen und es besteht die Gefahr, dass sich Schimmel ansetzt.

Hier tritt die Versicherung gegen Elementarereignisse ein. In der Hausratversicherung werden die Kosten für die beschädigten oder zerstörten Gegenstände erstattet. In der Gebäudeversicherung werden die finanziellen Aufwendungen für die Trocknung, Erneuerung und Reparatur des Gebäudes erstattet. Diese Kosten können in die Tausende gehen.

Elementarversicherung für den Hausrat:

  • Reparatur beschädigter Gegenstände
  • Wiederbeschaffung zerstörter Gegenstände

Elementarversicherung für das Gebäude:

  • Trockenlegung
  • Reparatur
  • Abriss und Neubau

Ist eine Elementarversicherung sinnvoll?

Für Hauseigentümer und -vermieter

Hier gibt es keine Zweifel, jeder Hausbesitzer braucht eine Elementarversicherung für sein Gebäude. Auch wenn Sie weit abseits von Risikogebieten wohnen oder vermieten: Starkregen ist überall eine unberechenbare Gefahr.

Bewohnen Sie Ihr Eigentum selbst, benötigen Sie die Elementarversicherung für Ihr Gebäude und für Ihren Hausrat. Als Vermieter ist für Sie nur der Gebäudeschutz relevant. Den Hausrat angemessen abzusichern, ist Aufgabe Ihres Mieters.

Keine Sicherheit durch staatliche Hilfszahlungen

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben beschlossen, bei Naturkatastrophen die finanzielle Unterstützung für Hausbesitzer ohne Elementarversicherung stark einzuschränken. Staatliche Hilfe soll nur noch derjenige erhalten, dessen Haus entweder gar nicht oder nur zu finanziell unzumutbaren Bedingungen versicherbar ist. Als betroffener Hausbesitzer werden Sie also nur unterstützt, wenn Sie Ihre Bemühungen um eine Versicherung nachweisen können.

In Sachsen gilt diese Bedingung bereits seit einigen Jahren. In Bayern wird ebenfalls auf Eigenvorsorge gesetzt, dort gibt es seit Juli 2019 keine staatlichen Soforthilfen mehr. Weitere Bundesländer werden nachziehen. Unabhängig davon ist eine staatliche Nothilfe in keiner Weise mit den Leistungen einer Elementarversicherung zu vergleichen.

Für Mieter

Ob eine Elementarversicherung für Ihren Hausrat sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Wägen Sie das Risiko zum Beispiel danach ab, in welcher Etage Sie wohnen. Im Erdgeschoss ist die Gefahr groß, dass Ihr Hausrat durch eine Überschwemmung Schaden nimmt. Liegt Ihre Wohnung dagegen im dritten Stock, ist das Risiko Hochwasser eher gering.

Was sind Elementarschäden?

Elementarschäden werden immer durch Natureinwirkungen ausgelöst. Sie entstehen häufig als Folge von extremen Wetterlagen. Unsere Übersicht zeigt Ihnen, was beispielsweise als Elementarschaden gilt und welche Gefahren versichert sind:

Icon StarkregenIcon Überschwemmung/Hochwasser

Starkregen, Überschwemmung/Hochwasser
Innerhalb weniger Stunden fällt so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Erdboden und Abflüsse können die riesigen Wassermengen nicht mehr aufnehmen. Ihr Grundstück wird überschwemmt und das Regenwasser fließt in Ihren Keller.

 

Icon Rückstau

Rückstau
Nach einem Starkregen schottet die Rückstauklappe den Wasserzulauf von außen ab. Dadurch kann allerdings auch kein Regenwasser mehr über die innen liegenden Grundleitungen abgeführt werden. Im Keller kommt es zum Anstieg von Regenwasser.

 

Icon Schneedruck

Schneedruck
Nachdem es zunächst viel geschneit hat, regnet es jetzt seit Tagen. Die dicke, weiße Schneeschicht auf ihrem Flachdach wird immer schwerer. Ihr Dach kann dem enormen Schneedruck nicht mehr Stand halten. Es verformt sich, stürzt im schlimmsten Fall sogar ein oder es bilden sich Risse in den Wänden.

 

Icon Lawinen

Lawinen
Es schneit und regnet ohne größere Pause. Eine Lawine geht ab und sorgt für schwere Schäden an und in Ihrem Gebäude, dass am Fuße eines Berges steht. Ihr Haus muss nun von Schnee und Schlamm befreit werden.

 

Icon Erdbeben

Erdbeben
Mitten in der Nacht bebt plötzlich die Erde. Und zwar so stark, dass Ihr gutes Porzellan aus den Schränken fällt, Ihr Kamin umstürzt, Ihr Dach teilweise abgedeckt wird und Risse in den Hauswänden entstehen.

 

Icon Erdsenkung

Erdsenkung
Durch anhaltenden Starkregen wird das Gelände, auf dem sich Ihr Haus befindet, unterspült. Dabei senkt sich das Gebäude und es entstehen Risse im Mauerwerk.

 

Icon Erdrutsch

Erdrutsch
Nach einem starken Unwetter geraten Erdmassen vom Hang hinter Ihrem Haus ins Rutschen. Dabei werden Teile Ihres Gebäudes umspült und eine Seitenwand eingedrückt.

 

Icon Vulkanausbruch

Vulkanausbruch
Aus den aktiven Vulkanen in der Eifel treten Gase aus. Es kommt zu unterirdischen Erdbewegungen, die schließlich zu Schäden an Ihrem Gebäude führen.

 

Kosten der Elementarschaden­versicherung

Als Zusatz zur Hausrat- bzw. Gebäudeversicherung zahlen Sie den Beitrag für die Elementarschadenversicherung über die jeweilige Gesamtprämie. Die Berechnung ist sehr individuell und komplex. Neben der Größe des Hauses spielt für den Beitrag die Lage des Gebäudes eine Rolle.

Um das Risiko eines Elementarschadens abzuschätzen, gibt es in Deutschland das „Zonierungssystem für Überschwemmungsrisiko und Einschätzung von Umweltrisiken“ (ZÜRS), welches Gebäude in vier Gefährdungsklassen (GK) einteilt. Diese drücken die statistische Schadenshäufigkeit aus.

Gefährdungs­klassestatistische Schadens­häufigkeit
1einmal in mehr als 200 Jahren Hochwasser
2einmal in 50 bis 200 Jahren Hochwasser
3einmal in 10 bis 50 Jahren Hochwasser
4einmal in 10 Jahren Hochwasser
Icon Glühbirne

Welche Schäden nicht versichert sind

Ereignisse, die keinen natürlichen Ursprung haben, gelten nicht als Elementarschäden. Sie sind nicht versicherbar.

Beispiel 1: Durch den unterirdischen Einsturz von Bergbaustollen senkt sich ein Wohnhaus ab.

Beispiel 2: Wegen eines gerissenen Swimmingpools fluten die austretenden Wassermassen Garten und Keller.

Icon Anführungszeichen

Starkregen kann überall in Deutschland auftreten.

Dr. Andreas Becker, Deutscher Wetterdienst

Wasserschaden durch Hochwasser

Risiko und Ausmaß von Elementarschäden

Immer wieder zeigt sich, dass Starkregen auch Regionen, die nicht zu Hochwassergebieten zählen, innerhalb kurzer Zeit in den Ausnahmezustand versetzt. Starkregen ist besonders tückisch, weil er nicht präzise vorhergesagt werden kann.

Zusatzbaustein zur Elementarversicherung - Starkregen Plus

Häufig auftretende Schäden machen neue Lösungen im Bereich der Elementarversicherung notwendig.

Schäden durch Starkregen gelten als versichert, wenn das Grundstück überschwemmt ist. Ist das nicht der Fall, besteht kein Versicherungsschutz, sofern Regenwasser lediglich punktuell in Ihr Gebäude eindringt.

Immer mehr Versicherer bieten einen Zusatzbaustein gegen Starkregen zur Elementarversicherung an. Sie erhalten dann eine Entschädigung über Ihre Elementarversicherung auch in den folgenden Fällen:

Icon Starkregen Terrassenzugang

Ihr Grundstück ist abschüssig und dadurch sammelt sich Regenwasser vor dem Terrassenzugang an.

Icon Starkregen Garage

Ihre Garage hat eine abschüssige Zufahrt und darüber gelangen größere Niederschlagsmengen ins Innere der Garage.

Icon Starkregen Lichtschacht

Rund um Ihr Haus sind Lichtschächte für den Keller vorhanden. Die Drainage kann den Starkregen nicht mehr aufnehmen und Wasser dringt über die Fenster ins Gebäude ein.

Icon Starkregen Kellerzugang

Im außen liegenden Kellerzugang steigt das Wasser durch Starkregen auf mehre Zentimeter an und sickert nach und nach unter der Tür ins Gebäude.

Icon Starkregen Dachterrasse

Auf Ihrer Dachterrasse sammelt sich Regenwasser durch Starkregen an. Ihr Abfluss kann die Regenmenge nicht mehr bewältigen und das Wasser dringt über die Terrassentür in das Obergeschoss ein.

In allen Fällen handelt es sich nicht um eine Überschwemmung. Hier greift allein der Baustein Starkregen Plus. Schützern Sie Ihr Wohneigentum vollumfänglich gegen dieses Risiko. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Die größten Schäden durch Starkregen

2021
Die Ereignisse im Sommer 2021 haben wieder einmal gezeigt, welche Kraft die Natur hat und wie hilflos wir ihr ausgesetzt sind. Allein Ende Juni kam es durch Starkregen und Hagel zu Versicherungsschäden in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Unvergessen die Bilder dann aus Juli 2021, als Starkregen vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz zu großen Flutkatastrophen führte. Die Schäden der Überschwemmungen sind noch nicht vollständig erfasst, belaufen sich aber nach Schätzungen auf rund 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro – und zwar allein für versichertes Eigentum. Die Gesamtschäden werden weitaus höher liegen.

„Insgesamt dürfte dieses Jahr mit Stürmen, Überschwemmung, Starkregen und Hagel zum schadenträchtigsten Jahr seit 2002 werden“, so Jörg Asmussen, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

2019
1,8 Milliarden Euro Versicherungsschäden durch Sturm und Hagel, 300 Millionen Euro durch Starkregen und Hochwasser: Das Wetter zeigte sich auch 2019 wieder wechselhaft und nicht unbedingt von seiner besten Seite. Besonders stark betroffen von den Naturgefahren waren die Bundesländer Bayern und NRW. Dafür verantwortlich zeigten sich vor allem Tief „Jörn“ sowie die Stürme „Dragi“ und „Eberhard“.

2018
Das Wetter schlug auch 2018 von einem Extrem ins Nächste um: Hitzeperioden wechselten sich mit starken Stürmen und hohen Niederschlagsmengen ab. Allein Starkregen und Hochwasser verursachten 2018 Schäden in Höhe von 500 Millionen Euro. Und hierbei handelt es sich nur um Schäden, die der Versicherung gemeldet wurden. Da viele Haushalte nicht gegen die Gefahren Starkregen und Hochwasser versichert sind, ist die tatsächliche Schadenhöhe unbekannt.

2016
Im Mai und Juni 2016 hinterließen die Unwetter Elvira und Friederike eine Spur der Verwüstung. Sie führen Platz 1 der teuersten Starkregenereignisse in Deutschland seit 2002 an: Die versicherten Schäden summierten sich auf 800 Millionen Euro.

2014
Die Unwetter Quintia, Renate und Susanne, die im Juli und August 2014 über Deutschland wüteten, verursachten Elementarschäden in Höhe von 240 Mio. €. 32.000 Schäden wurden damals gemeldet. Der größte Einzelschaden belief sich auf 468.000 €.

Beispiel Münster: Innerhalb von sieben Stunden fielen 292 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der deutschlandweite Durchschnitt für ein ganzes Jahr beträgt 789 Liter pro Quadratmeter.

2013
Zu den schadenträchtigsten Starkregenereignisse seit 2002, als Versicherungsschäden in Höhe von 4,7 Milliarden Euro gemeldet wurden, gehört auch das Unwetter aus dem Jahr 2013. Tief Norbert brachte im Juni 2013 ebenfalls große Wassermassen. Die Folge waren Sachschäden in Höhe von 145 Mio. €.

Elementarschadenversicherung für Hausrat und Gebäude

Vergleichen Sie hier den wichtigen Schutz für Ihren Hausrat und Ihr Gebäude und schließen Sie ihn als Zusatz der jeweiligen Versicherung ab. Wählen Sie im Gebäude- und Hausratrechner einfach den Punkt „Elementarschäden“ aus.

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